Was hat sie, was ich nicht habe?

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“ (Sören Kirkegaard)

Das kennen wir Frauen sehr gut. Die ist dünner, hübscher, jünger, eleganter, faltenfreier, stylischer, sexyer, eine bessere Frau, Mutter, Kollegin, Chefin, Freundin, Ehepartnerin etc.

Wir vergleichen uns innerlich andauernd mit unseren Artgenossinnen und wer zieht bei diesen Vergleichen immer den Kürzeren? Natürlich wir selbst! Die anderen sind immer im Vorteil.

Ist das gelebte Selbstliebe, Akzeptanz, Wertschätzung, Dankbarkeit? Nicht wirklich, oder? Wir halten uns innnerlich permanent klein, machen uns durch dieses ewige Vergleichen unglücklich. Hole Dein Messer heraus und steche immer wieder in Dich rein! Genauso wirken die kritischen Gedanken über Dich auf feinstofflicher Ebene. Jeder kleinmachende Gedanke über Dich ist wie ein Stich ins eigene Fleisch. Na super! Wenn das so deutlich fühlbar wäre, würden wir das sehr schnell sein lassen.

Wenn alle so wären wie die anderen, wer wäre dann so wie Du selbst? Du bist nicht besser oder schlechter als Deine Nachbarin. Diese schaut vielleicht ohnehin neidisch und vergleichend auf Dich, denn scheinbar messen wir uns alle nur an unserem Gegenüber. Zugegeben, manchmal fällt das eigene Urteil im Vergleich zu anderen auch gnädiger aus und man denkt: Gottseidank bin ich nicht so  wie…… Das kann ganz gut tun, aber auch das ist eigentlich überflüssig. Denn jeder Mensch, so wie er nun mal gerade ist, ist ein einmaliges, einzigartiges Wesen auf diesem herrlichen blauen Planeten. Jeder von uns hat seine eigene Biographie mit Herkunftsfamilie und Erziehung, mit Weiterentwicklung und Fortkommen, mit persönlichen Erfahrungen und Glaubenssätzen. Dies alles ist so einzigartig in seiner Kombination wie Du selbst es bist. Unter fast 8 Millarden Menschen auf der Welt gibt es DICH nur ein einziges, wundervolles Mal. Du bist so wertvoll und einzigartig wie eine blauer Diamant. Es wird Dich auch vor und in millionen Jahren nur ein einziges Mal so geben, wie Du jetzt gerade bist. Das wirst Du nicht ändern können.

Warum also all die Anstrengung, so sein zu wollen wie andere? Warum nicht stolz und zufrieden sein mit dem, was Du heute bist? Der Witz ist: So, wie Du andere bewunderst, so wirst Du selbst auch bewundert. Fällt Dir das nicht manchmal auf? Es gibt unzählige Menschen, die sich wünschen, so zu sein wie Du, Deine Talente und Begabungen zu haben, Deine Figur, Dein Äußeres, Deinen Lebensstil, Deinen Charakter usw.

Wir leben eine endlose Kette der Selbstverleugnung, der Selbstunliebe und der Undankbarkeit. Anstatt aufzuzählen, was wir alles nicht haben, tut es unserm Körper und unserer Seele so gut, im Stillen einmal für all das zu danken, was wir haben. Es ist erstaunlich, was dabei herauskommt. Das ist eine ganze Menge! Schon alleine die unbewussten Funktionen unseres Körpers sind wahre Wunderwerke, denen wir unendlich dankbar sein können. Dankbarkeit ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

Selbstakzeptanz kannst Du prima üben, wenn Du Dich (am besten nackt) vor einen großen Spiegel stellst und Dir und Deinem Körper anfängst zu danken. Am Anfang ist das eine große Herausforderung, denn uns fallen erstmal alle kleinen und großen äußeren Defekte an uns auf. Doch dann schaue mal in Deine Augen. Welchen Ausdruck haben sie gerade? Siehst Du glücklich oder eher traurig aus? Und jetzt beginne für alles zu danken, was Du an Dir schön findest. Finde mindestens 10 Sachen, die Dir an Dir selbst gefallen, auch wenn sie noch so klein sind. Und danke dafür. Danke für jeden einzelnen Punkt, den Du findest. Wenn es mehr sind, umso besser! Aber bleibe nicht unter 10. Und wenn es der kleine Zehenagel ist. Dann verbinde im zweiten Schritt jeden positiven Punkt mit einem bislang noch von Dir negativ beurteilten. Z.B. „Ich liebe meine schönen langen Haare und meine Beine liebe ich jeden Tag mehr und mehr„. Verbinde alle positiven Anteile mit einem negativen, also mindestens 10. Wenn Du an Dir schon mehr Schönes als weniger Schönes gefunden hast, prima! Dann bist Du ganz bald schon am Ziel. Und falls nicht, bist Du auf dem besten Wege zum  hundertprozentigen JA zu Dir! Mache diese Übung am Anfang  jeden Tag und schaue, was sich dabei an und in Dir verändert.

Bleibe ab jetzt auch im Alltag  ganz bei Dir! Lenke Dein Augenmerk auf Dich selbst. Spüre Dich, fühle Dich, wie Du sitzt, gehst, stehst, was Du gerade tust. Mache in Liebe, Annahme und Dankbarkeit Frieden mit der Frau, die Du jetzt gerade bist. Sage Dir: „Gerade jetzt, in diesem Augenblick, bin ich hundertprozentig und perfekt Ich und sonst niemand. Und dafür liebe ich mich!“

Wenn wir aufhören, uns mit anderen zu vergleichen und uns so lieben, wie wir sind, zünden wir unsere eigene Strahlkraft an und beginnen als diejenige zu leuchten, die wir in Wahrheit sind. Beobachte bewusst, wie oft Du in die Falle des Vergleichens am Tag tappst und gebe Dir selbst sofort ein „Stop!“. Gehe in das Gefühl der Dankbarkeit für das, was Du gerade hast und wie Du bist. Und dann nimm Dich selbst innerlich in den Arm und sage Dir: „Ich liebe mich so wie ich bin. Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.“ Und nicht vergessen: Daumen hoch für Dich selbst!

 

 

 

 

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