Auf der Klippe zum neuen Tag

2013-07-03 20.32.25

Auf der Klippe zum neuen Tag stehend

frage ich mich:

Welchen Flügel hätte ich heute denn gerne?

Ich entscheide mich für meine

weitschwingenden Drachenflügel.

In Grün, Blau, Orange und Gelb

schillern sie und –

passen gut zu diesem Tag.

Denn ich will hoch hinaus!

 

Kapriolen fliegen,

steil an der Felswand hinunterstürzen,

um dann jauchzend wieder hinaufzuschießen.

180 Grad Kehrtwendung im engsten Radius

vollführen.

Ein Freiflugschein für den

heutigen Tag.

Auf die Klippe, fertig, los!

 

Beim Sturzflug schieße ich

falllinienmäßig nach unten.

Freier Fall.

Luft anhalten.

Ich spüre jede Faser von mir.

Werde wach.

Das erfrischt.

Adrenalinschub pur!

Kaum Zeit zum Luftholen.

Herrlich!

 

Immer tiefer geht es runter,

kurz vor dem Aufprall ziehe ich

nach oben und rase raketenartig

hoch in die Luft.

 

Freiheit. Blauer Himmel.

Da gibt es keine Grenzen.

Keine Aufprallchance.

Endlosigkeit.

Jauchzend in die Schönheit.

 

Und jetzt, spiralförmige Kreise ziehen.

Sich winden und drehen in der Luft.

Luftspuren hinterlassen.

Schwerelose Schlangenlinien malen,

Achterbahnwindungen und Endlosschleifen.

Kurven und Kehrtwendung .

 

Die Choreographie des Tages fliegend tanzen.

Ich gebe die Flugrichtung an

und erfreue mich meiner Kompetenz

und der Schönheit meiner Flügel.

 

Ich bin ein virtuoser Drache.

Heute!

(Gedicht von D.E.)

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Die Summe Deiner Biographie

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Heute wurde mir bewusster denn je, dass ich die Summe meiner Biographie bin. Alles, was ich je gelernt und erlebt habe, was ich gesehen, gespürt, gerochen, gehört und geschmeckt habe, fließt jede Minute meines Lebens in meine Wahrnehmung ein. Nichts ist oder war umsonst. Alles fügt sich in jedem Moment des Lebens zu einem Ganzen zusammen, um das Hier und Jetzt so zu leben, wie ich es gerade  kann.

In uns allen laufen diese Informationen auf einer unsichtbaren Festplatte mit und machen das Erleben jedes einzelnen so individuell wie es Menschen auf der Welt gibt. Ich kann nur durch meine eigenen Augen die Welt sehen. Mit der Brille des anderen sehe ich unscharf.

Deshalb macht das Be- und Verurteilen von Personen, Dingen und Ereignissen gar keinen Sinn, denn das, was ich dem beimesse, kann nur für mich gelten und ist nicht universal. So sind Sätze in der Ich-Form das einzig Ehrliche, das ich ausdrücken kann. Ich denke …, ich meine…, ich spüre…, in meinen Augen ist…, auf mich wirkt das so… usw. Wenn ich bei mir bleibe, erlaube ich Dir, bei Dir zu bleiben.

Das Wesentliche ist die Leere

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Der Reifen eines Rades wird von Speichen gehalten,
doch das Leere darin ist das Sinnvolle beim Gebrauch.

Aus nassem Ton werden Gefäße geformt,
jedoch die Leere darin ermöglicht erst das Füllen der Krüge.

Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Aber der Leerraum, das Nichts, macht es erst bewohnbar.

So ist das Sichtbare zwar von Nutzen,
doch das Wesentliche bleibt unsichtbar.

(Laotse)


Die Leere in uns finden wir, wenn wir mit uns und bei uns sind. In ihr sind alle Antworten gespeichert. Sie enthält die Weisheit, aus der wir schöpfen können. Jederzeit. Wenn wir uns trauen, unserer Leere zu begegnen und in sie hineintauchen. Das kann beispielsweise in einer Meditation sein, an einem stillen Platz oder vor dem Einschlafen. Die Leere ist so reich an Geschenken und eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Fülle jeden Tag aus der Leere und Du wirst Dich immer reicher fühlen.

Trilogie auf das Sein

 

Bank im Park

 

Eine Person hetzt heran.

Erschöpft lässt sie sich nieder.

Sie guckt umher und sieht – nichts.

Keine Zeit für langes Parken.

 

Ein Mensch kommt heran.

Bequem lässt er sich nieder.

Er schaut umher und sieht – alles.

Gerne wäre er Dauerparker.

 

Ein Weiser schreitet heran.

Er nimmt seinen Platz ein.

Die Augen schließt er und – erblickt alles im Nichts.

Er ist Park.

(Dagmar Elsässer)

 

 

Umarmung zweier Menschen

Die durchschnittliche Länge einer Umarmung zwischen zwei Menschen ist 3 Sekunden. Doch die Forscher haben etwas Tolles entdeck: Wenn eine Umarmung 20 Sekunden dauert, gibt es eine therapeutische Wirkung auf Körper und Geist. Grund ist, dass eine aufrichtige Umarmung ein Hormon namens „Oxytocin“ produziert, das auch als Liebeshormon bekannt ist. Dieser Stoff hat viele Vorteile für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Es hilft uns unter anderem, uns zu entspannen, uns sicher zu fühlen und unsere Ängste zu beruhigen. Dieses wunderbare beruhigende Gefühl wird kostenlos jedes Mal angeboten, wenn du jemanden im Arm hälst, ein Kind wickelst, einen Hund oder eine Katze pflegst oder mit deinem Partner tanzt, je näher wir jemandem werden, oder wenn wir einfach nur die Schultern von einem Freund halten. „

Ein freier Mensch

fenster01Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.

Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann!

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten!

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.

Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als dumpfe Ruhe Utopiens!

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: Dies ist mein Werk!

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:

Ich bin ein freier Mensch!

Dr. med. Albert Schweitzer 1875 – 1965

Autogenes Training

In Harmonie und ruhiger Gelassenheit zu leben erscheint uns in unserer immer hektischer werdenden Welt fast als utopisch. Bei diesen Begriffen tauchen rasch Bilder von Zen Buddhisten, meditierenden Aussteigern oder einsamen Inselbewohnern auf, die fernab der modernen Welt ihr Dasein fristen. Trotzdem ist es uns allen möglich, unsere eigene Insel der Ruhe und Gelassenheit zu kreieren, wo und wann immer wir es wollen oder nötig haben – und das sogar täglich.

„Gibst du jemandem einen Fisch, nährt er sich einmal. Lehrst du ihn das Fischen, nährt er sich für immer.“ (Orientalische Weisheit)
Nach diesem Prinzip wirken alle Entspannungsmethoden, die ich mit Ihnen üben werde. Wenn Sie nach Beendigung des Kurses in der Lage sind, sich selbst jederzeit in einen entspannten Ruhezustand zu bringen, haben Sie eine Art Medizin an der Hand, mit der Sie sich immer helfen können.